...erwische ich den HG via Skype seit einigen Tagen. Es geht ihm gut, er hat Strom, er hat Verpflegung, er hat nur einen Wohnungskoller und einen zu langen Bart, weil, wenn man nicht aus dem Haus geht, braucht man sich ja auch nicht rasieren....
Im Ernst: die Bilder, die wir hier zu sehen bekommen, sind fürchterlich, umso mehr, wenn man die Plätze und Gegenden, die überflutet gezeigt werden, gut kennt. Am gespenstischsten sieht für mich die Skyline von NY quasi im Dunkeln aus, das wirkt auf mich wie schlechte Fotomontage. Ein dunkles Manhattan, undenkbar. Manhattan schläft nie, Manhattan ist auch nie leer. Manhattan muss tanzen, immer.
Ein Freund hat eben ein Foto des überfluteten einhundertjährigen Kinderkarussells in DUMBO via Facebook geschikt - einfach unfassbar. Ich habe das alles noch gar nicht so richtig kapiert, was da passiert ist.
Aber eines weiß ich. New York ist schon mit anderen Katastrophen fertig geworden und wird sich berappeln, wieder aufstehen. Und ganz sicher wieder tanzen. I heart you, New York!
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Schulgedöns Part IV
Der Stein, der mir heute erstmal vom Herzen gefallen ist, hat gekracht, aber ordentlich. Ein Hoch auf den Torektor! Er ist ja nach diversen Interimsdirektoren sehr neu in seinem Amt; offenbar haben sich die möglichen Kandidaten gescheut, in unserem Kaff diese ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen. Wie man munkelt weil die "Klientel" (gemeint sind die Eltern, nicht die Kids) etwas schwierig ist. Ich hätte ja laienhaft gemeint, die Todesstrafe für einen Pädagogen müsse sein, mit Eltern zusammen zu arbeiten, die sich nicht kümmern, aber das Gegenteil ist offenbar auch von Übel. Die Eltern aus H. sind prinzipiell wichtig. Sie sind meist Akademiker, oft mit dem nötigen Kleingeld gesegnet und haben gerne eine Meinung zu allem. Der kleine Prinz/die kleine Prinzessin steht im Zentrum des Geschehens und muss natürlich zeitnah und optimal gefördert werden. Hier ist es nicht selten, dass Kindergartenkinder Hockey, Tennis oder Golf spielen - oder alles. Eltern kommen nicht herein, sie treten auf. Sie bitten nicht um etwas, sie erwarten und verlangen. Kann man sich gut vorstellen, dass das über Gebühr anstrengend sein kann, so als Torektorchen.
Aber nun gut, er ist ja da- und was für ein Glück haben wir da in unserem Kaff gehabt. Ich bin restlos begeistert und ein kleines bisschen verliebt. Nicht nur, dass er mir gut zugehört und sinnvoll nachgefragt hat, er hat noch viel mehr gemacht: mich sehr, sehr ernst genommen und mir sogar noch Bücher empfohlen und Therapieansätze aufgezeigt, die ich nicht kannte. Als ich von L´s motorischen Problemen erzählte, kam die Nachfrage: Moment, Moment, sie sind viel zu schnell. Wie war denn die Schwangerschaft? Bumms. Das saß. Der erste Mensch, der dem Bandscheibenvorfall in der 25. SS-Woche, der nachfolgenden Zwangsruhe, dem Kaiserschnitt und den Blockaden sowie den nachfolgenden motorischen Entwicklungsverzögerungen als Baby Wichtigkeit eingeräumt hat, ohne Wenn und Aber. Ein Pädagoge, der das Kind ganzheitlich betrachtet, und das an einer Regelschule. Wie viele Ärzte und Therapeuten und andere Mitmenschen haben schon zweifelnd mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich mit L´s Blockaden um die Ecke gekommen bin. Wie viele haben mir schon zu verstehen gegeben, dass ich einfach eine in der Tendenz hysterische, überbesorgte Mutter mit einem leicht unsportlichen Kind bin. Ich bin sehr, sehr dankbar, dieser Mann ist quasi ein Geschenk des Himmels, und ich kann nur hoffen, dass er an der Schule bleibt und sich mit seiner Art und seinen Ansichten durchsetzt.
Alles in allem bin ich offene Türen eingerannt. Da der Herr Direktor die hiesige Schulärztin noch nicht kennt, hat er mich gebeten, ihm Futter in Form von schriftlichen Berichten/Stellungnahmen zu liefern, dann will er damit bewaffnet persönlich zur Schulärztin gehen und darauf hinwirken, dass ihr Gutachten (nach Untersuchung des Kindes) zum Ergebnis: "Zurückstellung empfohlen" kommt. Offiziell hat er nämlich entgegen dem, was ich aus dem Gesetz meinte herauslesen zu können, keinerlei Handlungsspielraum, ist an das schulärztliche Gutachten gebunden. Drum muss man inoffiziell zusammen arbeiten.
Alle Stellungnahmen sind in Arbeit, ich werde sie ihm, sobald ich alle habe, gesammelt und gebunden und gerne auch noch mit Schleifchen versehen an den Schreibtisch liefern. Das Thema ist längst noch nicht erledigt, aber wir sind auf einem guten Weg. Ich bin sicher, meinem Kind einen glücklicheren Schulstart zu ermöglichen, wenn ihm noch ein bisschen Zeit gegeben wird, hier wieder in Ruhe anzukommen und seine Defizite ganz in Ruhe aufzuholen. Leichtes und vorsichtiges Aufatmen hier bei mir.
Aber nun gut, er ist ja da- und was für ein Glück haben wir da in unserem Kaff gehabt. Ich bin restlos begeistert und ein kleines bisschen verliebt. Nicht nur, dass er mir gut zugehört und sinnvoll nachgefragt hat, er hat noch viel mehr gemacht: mich sehr, sehr ernst genommen und mir sogar noch Bücher empfohlen und Therapieansätze aufgezeigt, die ich nicht kannte. Als ich von L´s motorischen Problemen erzählte, kam die Nachfrage: Moment, Moment, sie sind viel zu schnell. Wie war denn die Schwangerschaft? Bumms. Das saß. Der erste Mensch, der dem Bandscheibenvorfall in der 25. SS-Woche, der nachfolgenden Zwangsruhe, dem Kaiserschnitt und den Blockaden sowie den nachfolgenden motorischen Entwicklungsverzögerungen als Baby Wichtigkeit eingeräumt hat, ohne Wenn und Aber. Ein Pädagoge, der das Kind ganzheitlich betrachtet, und das an einer Regelschule. Wie viele Ärzte und Therapeuten und andere Mitmenschen haben schon zweifelnd mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich mit L´s Blockaden um die Ecke gekommen bin. Wie viele haben mir schon zu verstehen gegeben, dass ich einfach eine in der Tendenz hysterische, überbesorgte Mutter mit einem leicht unsportlichen Kind bin. Ich bin sehr, sehr dankbar, dieser Mann ist quasi ein Geschenk des Himmels, und ich kann nur hoffen, dass er an der Schule bleibt und sich mit seiner Art und seinen Ansichten durchsetzt.
Alles in allem bin ich offene Türen eingerannt. Da der Herr Direktor die hiesige Schulärztin noch nicht kennt, hat er mich gebeten, ihm Futter in Form von schriftlichen Berichten/Stellungnahmen zu liefern, dann will er damit bewaffnet persönlich zur Schulärztin gehen und darauf hinwirken, dass ihr Gutachten (nach Untersuchung des Kindes) zum Ergebnis: "Zurückstellung empfohlen" kommt. Offiziell hat er nämlich entgegen dem, was ich aus dem Gesetz meinte herauslesen zu können, keinerlei Handlungsspielraum, ist an das schulärztliche Gutachten gebunden. Drum muss man inoffiziell zusammen arbeiten.
Alle Stellungnahmen sind in Arbeit, ich werde sie ihm, sobald ich alle habe, gesammelt und gebunden und gerne auch noch mit Schleifchen versehen an den Schreibtisch liefern. Das Thema ist längst noch nicht erledigt, aber wir sind auf einem guten Weg. Ich bin sicher, meinem Kind einen glücklicheren Schulstart zu ermöglichen, wenn ihm noch ein bisschen Zeit gegeben wird, hier wieder in Ruhe anzukommen und seine Defizite ganz in Ruhe aufzuholen. Leichtes und vorsichtiges Aufatmen hier bei mir.
Montag, 29. Oktober 2012
Schulgedöns Part III
Kinderärztin und Ergotante sind absolut meiner Meinung und bereit, entsprechende Stellungnahmen zu verfassen, sollte das notwendig sein. Das ist schon mal gut.
Freitag, 26. Oktober 2012
Elterngespräch Töchterchen
Neben der ganzen Sorgerei hat auch noch ein sehr entspanntes, erfreuliches Elterngespräch über die kleine Miss statt gefunden, das ich nicht unterschlagen möchte. Alles super, alles toll. R. ist ihrem Alter sprachlich weit voraus (wusste ich), ist die einzige in ihrer Gruppe, die bereits Rollenspiele macht und sogar Regisseur spielt (wusste ich- also, dass sie es tut, nicht, dass sie die einzige ist), ist neugierig, freundlich, sehr selbstbewusst und kontaktreudig. Sie ist scheinbar ein "Magnet" für andere Kinder, alle wollen mit ihr spielen, sie ist immer mitten drin (dachte ich mir). Sie kümmert sich um ihre Freunde, ist besorgt, wenn jemand weint (das freut mich), aber auch sehr gerne stur und bockig, wenn es nicht nach ihrer Nase geht (ach!). Die Regeln im Kindergarten versteht sie aber und sieht dann auch irgendwann ein, dass sie mit Bockerei nicht weiterkommt (Das ist zu Hause auch so, außer, dass ich auf dem Weg zu ihrer Erkenntnis immer noch leider manchmal die Geduld verliere).
Ach, das kleine Mädchen! Es hat einfach so ein verdammtes Glück mit seinem Naturell. Es geht auf andere zu, es geht seinen Weg, es ist einfach glücklich in großen Gruppen, es findet selbstbewusst, aber freundlich seinen Platz. Ich freue mich sehr darüber. Und mein Gefühl, dass es trotz allem Anstrengendsein im Kleinkindalter natürlich letztlich ganz gut ist, wenn ein Menschenkind sich durchzusetzen weiß, wird mal wieder bestätigt.
Kein Grund zur Sorge an dieser Stelle. Das kleine Mädchen ist ein glückliches Kindergartenkind!
-----
Übrigens meinte der besagte Dr. Biedermann beim ersten Blick auf´s Töchterchen mit einem ziemlich lustigen Grinsen in meine Richtung: "Diesch Kindle isch in jeder Hinsicht energisch, hob´sch Rescht?"
"Volltreffer", lautete meine ob seiner Erfahrung sehr faszinierte Antwort.
Ach, das kleine Mädchen! Es hat einfach so ein verdammtes Glück mit seinem Naturell. Es geht auf andere zu, es geht seinen Weg, es ist einfach glücklich in großen Gruppen, es findet selbstbewusst, aber freundlich seinen Platz. Ich freue mich sehr darüber. Und mein Gefühl, dass es trotz allem Anstrengendsein im Kleinkindalter natürlich letztlich ganz gut ist, wenn ein Menschenkind sich durchzusetzen weiß, wird mal wieder bestätigt.
Kein Grund zur Sorge an dieser Stelle. Das kleine Mädchen ist ein glückliches Kindergartenkind!
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Übrigens meinte der besagte Dr. Biedermann beim ersten Blick auf´s Töchterchen mit einem ziemlich lustigen Grinsen in meine Richtung: "Diesch Kindle isch in jeder Hinsicht energisch, hob´sch Rescht?"
"Volltreffer", lautete meine ob seiner Erfahrung sehr faszinierte Antwort.
Schulgedöns Part II
Hin und her und hin und her ging in den letzten Tagen mein Gedankenkarussell hinsichtlich der Einschulung meines Kleinen im kommenden Jahr. Ich habe inzwischen tatsächlich schlaflose Nächte darüber.
Nach meinem letzten Post war ich ja erstmal wieder ganz positiv, dass ich einfach mal alles so laufen lasse und der Junge "das schon machen wird." Dann kam aber die Schulanmeldung am Dienstag. Ich bin da völlig unaufgeregt und fröhlich mit dem Kind hin und dachte mir, na gucken wir mal, wie es läuft, hinterher war ich aber leider wieder ziemlich aufgelöst und besorgt.
Es war reichlich katastrophal. Und dabei ist es mir relativ egal, dass L. die Aufgaben quasi noch gar nicht bewältigt hat- das muss er sicherlich mit soeben 5 auch noch nicht können (sie waren schon recht knackig). Aber mein Kleiner hat, obwohl der Direktor unfassbar lieb war und sehr freundlich Hilfestellungen gegeben hat, das Ganze -warum auch immer- offenbar als Prüfungssituation empfunden. Eine, die ihn überfordert hat. Ich kann mir nicht erklären, warum sonst er völlig verschüchtert dort gehockt hat, die Ärmel im Mund, kaum zu sprechen wagte und seinen Nachnamen nicht mehr kannte. Und da war es sofort wieder in meinem Kopf, das Bild von einem kleinen L, der in einem Pulk von 30 Kindern, größtenteils deutlich älter als er, völlig untergehen wird. Als ich ihn im Anschluss fragte, ob ihm die Aufgaben denn Spaß gemacht hätten, kam aus tiefstem Herzen: "Nee!" Auch die Vorschulgruppe im Kindergarten macht ihm keine Freude. Das ganze Konzept "Schule" ist ihm zutiefst suspekt, was sicherlich damit zusammenhängt, dass er eben erst wieder hier angekommen ist, sich noch finden muss, mit noch einer Neuerung in seinem Leben derzeit nichts, aber auch gar nichts, anfangen kann.
So habe ich denn auch kurzerhand mit dem Direktor einen Gesprächstermin für kommende Woche vereinbart.
Und heute habe ich mich dann mit den Kindergärtnerinnen zusammen gesetzt, die die Vorschulgruppe im Kindergarten leiten, um mal ihre Meinung zu hören. Und, tja, sie haben haargenau den gleichen Eindruck wie ich: das Kind ist noch nicht so weit. Es ist einfach noch falsch in der Vorschulgruppe. Es fällt deutlich auf, dass L. überfordert ist, noch keine rechte Lust auf die Aufgaben hat. Mit Enttäuschungen kann er noch gar nicht umgehen, weint schnell. Kognitiv hat er kein Problem, eher psychisch- emotional. Auch das Durchsetzen, Gebrauchen von Ellenbogen, ist noch sehr schwer. Zu guter Letzt orientiert er an und spielt mit den Kindern, die so alt sind wie er oder jünger. Nie mit den Älteren. Die Kindergärtnerinnen sind absolut der Meinung, L. sollte noch ein weiteres Jahr im Kindergarten "gegönnt" sein. Sie werden eine entsprechende Stellungnahme verfassen.
Da ich von allen Seiten gehört habe, es sei quasi unmöglich, ein schulpflichtiges Kind in NRW zurückstellen zu lassen, habe ich mir den entsprechenden Passus im Schulgesetz einmal angesehen. Fakt ist, der Schulleiter entscheidet. Er entscheidet zwar "auf Grundlage des amtsärztlichen Gutachtens" und es müssen gesundheitliche Gründe vorliegen. Aber: der Direktor hat Entscheidungsspielraum. Es kommt also jetzt darauf an, dass das Gespräch am Mittwoch gut verläuft und ich meine Gründe gut und verständlich vorbringe. Leider fange ich momentan ständig an zu Heulen, wenn ich über Söhnchen rede. Warum eigentlich? Weil ich mir verdammt noch mal Sorgen mache. Und leider schrecklich nah am Wasser gebaut habe. Aber am Mittwoch wird mir das nicht passieren. So.
Gesundheitliche Gründe haben wir vorzuweisen. L. ist in seiner motorischen Entwicklung hinterher, hierzu werde ich die Ergotherapeutin, die wir seit Neuestem aufsuchen, am Montag sprechen, und hoffe sehr, dass wir sie mit "in´s Boot" holen können. Davon gehe ich aber ehrlich gesagt aus.
Am Mittwoch waren wir beim "Papst der Kiss-Kinder", Dr. Biedermann, in Köln (Jeder, der ein Baby mit motorischen Problemen hat: hin! Der Mann ist fachlich einsame Spitze und mit den Kindern grandios. Außerdem schwäbelt er ganz reizend). Dieser hatte L. bereits als Baby einmal von Blockaden befreit, diesmal waren wir quasi "zur Sicherheit" noch mal dort, und in der Tat, das Kind hatte wieder eine Blockade in der Halswirbelsäule, die gelöst wurde. Auch den Herrn Professor habe ich kontaktiert und um Argumentationsfutter für das Gespräch am Mittwoch gebeten.
Nun kann ich nur noch hoffen, dass der Herr "Torektor" ein vernünftiger Mann ist - den Anschein machte er- und mir keine Steine in den Weg legt. Denn sonst muss ich leider die Löwenmama rauslassen.... Drückt mir die Daumen, da draußen!
Nach meinem letzten Post war ich ja erstmal wieder ganz positiv, dass ich einfach mal alles so laufen lasse und der Junge "das schon machen wird." Dann kam aber die Schulanmeldung am Dienstag. Ich bin da völlig unaufgeregt und fröhlich mit dem Kind hin und dachte mir, na gucken wir mal, wie es läuft, hinterher war ich aber leider wieder ziemlich aufgelöst und besorgt.
Es war reichlich katastrophal. Und dabei ist es mir relativ egal, dass L. die Aufgaben quasi noch gar nicht bewältigt hat- das muss er sicherlich mit soeben 5 auch noch nicht können (sie waren schon recht knackig). Aber mein Kleiner hat, obwohl der Direktor unfassbar lieb war und sehr freundlich Hilfestellungen gegeben hat, das Ganze -warum auch immer- offenbar als Prüfungssituation empfunden. Eine, die ihn überfordert hat. Ich kann mir nicht erklären, warum sonst er völlig verschüchtert dort gehockt hat, die Ärmel im Mund, kaum zu sprechen wagte und seinen Nachnamen nicht mehr kannte. Und da war es sofort wieder in meinem Kopf, das Bild von einem kleinen L, der in einem Pulk von 30 Kindern, größtenteils deutlich älter als er, völlig untergehen wird. Als ich ihn im Anschluss fragte, ob ihm die Aufgaben denn Spaß gemacht hätten, kam aus tiefstem Herzen: "Nee!" Auch die Vorschulgruppe im Kindergarten macht ihm keine Freude. Das ganze Konzept "Schule" ist ihm zutiefst suspekt, was sicherlich damit zusammenhängt, dass er eben erst wieder hier angekommen ist, sich noch finden muss, mit noch einer Neuerung in seinem Leben derzeit nichts, aber auch gar nichts, anfangen kann.
So habe ich denn auch kurzerhand mit dem Direktor einen Gesprächstermin für kommende Woche vereinbart.
Und heute habe ich mich dann mit den Kindergärtnerinnen zusammen gesetzt, die die Vorschulgruppe im Kindergarten leiten, um mal ihre Meinung zu hören. Und, tja, sie haben haargenau den gleichen Eindruck wie ich: das Kind ist noch nicht so weit. Es ist einfach noch falsch in der Vorschulgruppe. Es fällt deutlich auf, dass L. überfordert ist, noch keine rechte Lust auf die Aufgaben hat. Mit Enttäuschungen kann er noch gar nicht umgehen, weint schnell. Kognitiv hat er kein Problem, eher psychisch- emotional. Auch das Durchsetzen, Gebrauchen von Ellenbogen, ist noch sehr schwer. Zu guter Letzt orientiert er an und spielt mit den Kindern, die so alt sind wie er oder jünger. Nie mit den Älteren. Die Kindergärtnerinnen sind absolut der Meinung, L. sollte noch ein weiteres Jahr im Kindergarten "gegönnt" sein. Sie werden eine entsprechende Stellungnahme verfassen.
Da ich von allen Seiten gehört habe, es sei quasi unmöglich, ein schulpflichtiges Kind in NRW zurückstellen zu lassen, habe ich mir den entsprechenden Passus im Schulgesetz einmal angesehen. Fakt ist, der Schulleiter entscheidet. Er entscheidet zwar "auf Grundlage des amtsärztlichen Gutachtens" und es müssen gesundheitliche Gründe vorliegen. Aber: der Direktor hat Entscheidungsspielraum. Es kommt also jetzt darauf an, dass das Gespräch am Mittwoch gut verläuft und ich meine Gründe gut und verständlich vorbringe. Leider fange ich momentan ständig an zu Heulen, wenn ich über Söhnchen rede. Warum eigentlich? Weil ich mir verdammt noch mal Sorgen mache. Und leider schrecklich nah am Wasser gebaut habe. Aber am Mittwoch wird mir das nicht passieren. So.
Gesundheitliche Gründe haben wir vorzuweisen. L. ist in seiner motorischen Entwicklung hinterher, hierzu werde ich die Ergotherapeutin, die wir seit Neuestem aufsuchen, am Montag sprechen, und hoffe sehr, dass wir sie mit "in´s Boot" holen können. Davon gehe ich aber ehrlich gesagt aus.
Am Mittwoch waren wir beim "Papst der Kiss-Kinder", Dr. Biedermann, in Köln (Jeder, der ein Baby mit motorischen Problemen hat: hin! Der Mann ist fachlich einsame Spitze und mit den Kindern grandios. Außerdem schwäbelt er ganz reizend). Dieser hatte L. bereits als Baby einmal von Blockaden befreit, diesmal waren wir quasi "zur Sicherheit" noch mal dort, und in der Tat, das Kind hatte wieder eine Blockade in der Halswirbelsäule, die gelöst wurde. Auch den Herrn Professor habe ich kontaktiert und um Argumentationsfutter für das Gespräch am Mittwoch gebeten.
Nun kann ich nur noch hoffen, dass der Herr "Torektor" ein vernünftiger Mann ist - den Anschein machte er- und mir keine Steine in den Weg legt. Denn sonst muss ich leider die Löwenmama rauslassen.... Drückt mir die Daumen, da draußen!
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Müttermafia und "Was isses denn" - mal anders betrachtet
Ich habe mich in meiner länglichen Kinderwunschzeit lange in einem Kinderwunschforum einer bekannten deutschen Frauenzeitschrift :-)) herumgetrieben, in der Babyzeit dann entsprechend im Babyforum. Davon abgesehen, dass ich dort einige unglaublich tolle Frauen kennen und lieben gelernt habe, habe ich eben auch oft "quer" gelesen. Das gleiche gilt für Mamablogs, die ich gerne mal "anlese". Ich bleibe- logisch- nur denen treu, die mir irgendwie besonders zusagen, sei es wegen des Schreibstils oder der Themen (weil etwa die Kinder ein ähnliches Alter haben wie meine). Oder halt so. Wegen allgemeiner Sympathie.
Oft, sehr oft, berichten die Mamas über unliebsame Erlebnisse im schwangeren Zustand oder mit Baby. Da werden ungefragt schwangere Bäuche betatscht - oder auch kleine Säuglinge. Da wird im Pekipkurs mit Häme reagiert, wenn das Baby nach ein paar Wochen durchschläft, oder man wird spontan mit dem "Jedes Kind kann Schlafenlernen" Programm missioniert, wenn es nach ein paar Wochen noch nicht durchschläft. "Wie, Du willst schon wieder arbeiten? Das könnte ich ja nicht!" wird der Mama, die nach einem Jahr das Kind in der Krippe eingewöhnt, an den Kopf geschmissen. "Wie, Du willst drei Jahre zu Hause bleiben? Das könnte ich ja nicht!" der Nächsten. Und so weiter und so fort. Die Liste ist endlos.
Ich habe mich immer schon über diese Aufreger gewundert. Aktuell wieder. Ich habe lange, lange darüber nachgedacht, ob und in welcher Form mir so etwas je passiert ist. Nein, Hand auf´s Herz, ich habe keine Müttermafiaerfahrung. Ich bin fast ein bisschen traurig darüber, denn was lassen sich daraus für schöne Geschichten spinnen.
Ich habe sicher viel Glück gehabt, dass in meinem Pekipkurs mit L. eine sehr homogene Gruppe aufeinander getroffen ist. Nicht umsonst treffen wir uns nach 4 einhalb Jahren immer noch mit und ohne Kinder. Aber ich habe ja nicht nur "gepekipt", sondern auch Rückbildung, Babymassage, Babyschwimmen, Babyturnen, Musikmäuse - und das gesamte Programm noch mal mit R. - betrieben, bin also auf die verschiedensten Mamas gestoßen. Da hätte doch eigentlich die Mafia mal vertreten sein müssen, so rein statistisch gesehen?
Aus dem Deutsch-LK ist mir noch dunkel das Sender-Empfänger Modell in Erinnerung. Das besagt (oh weh, hier begebe ich mich auf sehr dünnes Eis, sorry an den mitlesenden Deutschlehrer), dass in der Sprache neben dem, was ausgesendet wird, eben auch wesentlich ist, wie dieses Ausgesendete aufgenommen, empfangen wird. Stimmt natürlich, nicht nur beim geschriebenen, sondern auch beim gesprochenen Wort kommt es darauf an, wie ich es verstehe, was ich mit hineininterpretiere. Meine momentane Stimmung fließt wahrscheinlich genau so mit hinein wie meine Meinung zum besprochenen Thema, meine Erziehung und Weltanschauung. Und da könnte es natürlich auch sein, dass es manchmal am Empfänger liegt, wenn dieser sich über etwas, was zu ihm gesagt wird, wahnsinnig echauffiert. Gerade mit dem ersten Baby ist man ja doch in vielen Situationen unsicher, da könnte man einen eigentlich gut gemeinten Ratschlag oder auch nur einen neutralen Bericht vielleicht auch mal fälschlich als Affront verstehen.
Beispiel. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Mutter, die ich aus einem der diversen Kurse kannte, und die der Meinung war, Babies gehörten nicht in den Kinderwagen, sondern gehörten getragen. Immer. Als sie mir ihre Meinung zum Thema referierte, hätte ich mich auch gedrängt fühlen können. Ich habe mich aber gar nicht angesprochen gefühlt, weil ich genau wusste, dass MEIN Kind seinen Kinderwagen liebte und weder Tragetuch noch sonstige Tragevorrichtungen leiden konnte. Obwohl diese Mama lange darüber sprach, dass Kinder sich ganz schrecklich und alleine fühlen, wenn sie im Kinderwagen durch die Stadt und womöglich an einer lauten Baustelle vorbei gefahren werden (und wir just an einer solchen gerade vorbei gingen), war ich ziemlich selbstbewusst mit meinem Kinderwagen und habe mich von ihren Ausführungen zur kindlichen Psyche nicht verunsichern lassen. Aber: sie wollte mich wahrscheinlich auch gar nicht verunsichern. Sie wollte mir wahrscheinlich einfach nur ihren Standpunkt erläutern. Vielleicht war sie gar in Erklärungsnot, weil ich ihr -vielleicht - vermittelt habe, dass ich ihr ausschließliches Tragen eigenartig empfinde. (Rückenunfreundlich, vor allem.) Huch, jetzt fällt es mir erstmal auf: bin ICH vielleicht Mitglied bei der Müttermafia???
Anderes Beispiel. Sehr oft lese ich, dass mit wahlweise Kopfschütteln oder ziemlichem Genervtsein davon berichtet wird, dass (gerne ältere) Menschen auf das Baby sehr freundlich reagieren, um sich dann zur Mama umzudrehen und zu fragen. "Junge oder Mädchen?" "Mann. Das Kind hatte nur blaue Klamotten an", kommt dann als nächstes. Eine solche Situation hatte ich auch schon häufiger. Als ich mit Mini-R. einmal im Kaufhausfahrstuhl stand, kam ebenfalls ein älteres Ehepaar in den Fahrstuhl und freute sich über das knuffige Baby. Die obligatorische Frage nach dem Geschlecht hat mich auch erstmal grinsen lassen, denn ich hatte meiner Vorliebe für rosa und rot an dem Tag in meiner Freude über das brandneue Mädchenkind hemmungslos nachgegeben und war der Meinung "das sieht man doch." Der Herr bekam auch sofort Rüffel von seiner Frau, die genau das gleiche zu ihm sagte, die Kleine ist doch ganz in rosa, das sieht man doch. "Stimmt", meinte der Herr, "aber ehrlich gesagt, das heißt doch heutzutage gar nichts mehr." Beim genaueren Nachdenken musste ich ihm recht geben. Hätte er gesagt" Och, was für ein niedliches Mädchen, wie heißt es denn?" hätte es ihm passieren können, dass er die Frage von einer gekränkten Mutter um die Ohren gehauen bekommen hätte "Karl-Friedrich. Jungs tragen auch rosa. Warum auch nicht?" Ja, warum auch nicht? Wenn man sich mal in die Rolle des Senders hineinversetzt, wollte der einfach nur nichts falsch machen, nicht anecken. Davon abgesehen versuchen ältere Menschen einfach oft, irgendwie ins Gespräch zu kommen, und denken nicht groß darüber nach, ob sie mit der Frage nach dem Geschlecht die junge Mutter ärgern. Sie schauen wahrscheinlich nur in das niedliche, ziemlich geschlechtsneutrale Babygesicht und ehrlich, selbst mir als halbwegs junger Frau mit gesunden Augen ist es schon zwei mal passiert, dass ich beim Geschlecht falsch lag, da fragt man vielleicht doch besser mal nach.
Worauf ich hinaus will? Wenn man sich als Mutter STÄNDIG angegriffen fühlt, liegt es wahrscheinlich nicht an einer besonders hohen Mafia- oder Idiotendichte im Umkreis, sondern zu einem guten Teil an einem selbst. Daran, dass man verunsichert ist und sich Dinge zu Herzen nimmt, die wahrscheinlich gar nicht als Affront gemeint waren. Dann hilft es manchmal schon, sich einfach in die andere Person hineinzuversetzen - die vielleicht in der gleichen, nämlich einer recht unsicheren, Situation ist und ggf nur deshalb über das Ziel hinausschießt. Und bevor ich mich wahnsinnig aufrege, von Leuten genervt bin und über dieses Genervtsein sinnlos Energie verpuffe, lohnt es sich vielleicht, bei der Person, die einen so ärgert, einmal konkret nachzufragen: "Wie meinst Du das denn?" Zu guter Letzt: ja, auch unter Müttern gibt es "Unsympathieträger", wieso auch nicht? Wahrscheinlich waren die aber auch schon unsympathische Weltverbesserer, bevor sie Mutter wurden. Und solche gilt es dann eben einfach zu meiden und sich mit Menschen zu umgeben, die einem besser tun.
Ist jetzt alles klar?
Eure Dr. psych. RALV
Oft, sehr oft, berichten die Mamas über unliebsame Erlebnisse im schwangeren Zustand oder mit Baby. Da werden ungefragt schwangere Bäuche betatscht - oder auch kleine Säuglinge. Da wird im Pekipkurs mit Häme reagiert, wenn das Baby nach ein paar Wochen durchschläft, oder man wird spontan mit dem "Jedes Kind kann Schlafenlernen" Programm missioniert, wenn es nach ein paar Wochen noch nicht durchschläft. "Wie, Du willst schon wieder arbeiten? Das könnte ich ja nicht!" wird der Mama, die nach einem Jahr das Kind in der Krippe eingewöhnt, an den Kopf geschmissen. "Wie, Du willst drei Jahre zu Hause bleiben? Das könnte ich ja nicht!" der Nächsten. Und so weiter und so fort. Die Liste ist endlos.
Ich habe mich immer schon über diese Aufreger gewundert. Aktuell wieder. Ich habe lange, lange darüber nachgedacht, ob und in welcher Form mir so etwas je passiert ist. Nein, Hand auf´s Herz, ich habe keine Müttermafiaerfahrung. Ich bin fast ein bisschen traurig darüber, denn was lassen sich daraus für schöne Geschichten spinnen.
Ich habe sicher viel Glück gehabt, dass in meinem Pekipkurs mit L. eine sehr homogene Gruppe aufeinander getroffen ist. Nicht umsonst treffen wir uns nach 4 einhalb Jahren immer noch mit und ohne Kinder. Aber ich habe ja nicht nur "gepekipt", sondern auch Rückbildung, Babymassage, Babyschwimmen, Babyturnen, Musikmäuse - und das gesamte Programm noch mal mit R. - betrieben, bin also auf die verschiedensten Mamas gestoßen. Da hätte doch eigentlich die Mafia mal vertreten sein müssen, so rein statistisch gesehen?
Aus dem Deutsch-LK ist mir noch dunkel das Sender-Empfänger Modell in Erinnerung. Das besagt (oh weh, hier begebe ich mich auf sehr dünnes Eis, sorry an den mitlesenden Deutschlehrer), dass in der Sprache neben dem, was ausgesendet wird, eben auch wesentlich ist, wie dieses Ausgesendete aufgenommen, empfangen wird. Stimmt natürlich, nicht nur beim geschriebenen, sondern auch beim gesprochenen Wort kommt es darauf an, wie ich es verstehe, was ich mit hineininterpretiere. Meine momentane Stimmung fließt wahrscheinlich genau so mit hinein wie meine Meinung zum besprochenen Thema, meine Erziehung und Weltanschauung. Und da könnte es natürlich auch sein, dass es manchmal am Empfänger liegt, wenn dieser sich über etwas, was zu ihm gesagt wird, wahnsinnig echauffiert. Gerade mit dem ersten Baby ist man ja doch in vielen Situationen unsicher, da könnte man einen eigentlich gut gemeinten Ratschlag oder auch nur einen neutralen Bericht vielleicht auch mal fälschlich als Affront verstehen.
Beispiel. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Mutter, die ich aus einem der diversen Kurse kannte, und die der Meinung war, Babies gehörten nicht in den Kinderwagen, sondern gehörten getragen. Immer. Als sie mir ihre Meinung zum Thema referierte, hätte ich mich auch gedrängt fühlen können. Ich habe mich aber gar nicht angesprochen gefühlt, weil ich genau wusste, dass MEIN Kind seinen Kinderwagen liebte und weder Tragetuch noch sonstige Tragevorrichtungen leiden konnte. Obwohl diese Mama lange darüber sprach, dass Kinder sich ganz schrecklich und alleine fühlen, wenn sie im Kinderwagen durch die Stadt und womöglich an einer lauten Baustelle vorbei gefahren werden (und wir just an einer solchen gerade vorbei gingen), war ich ziemlich selbstbewusst mit meinem Kinderwagen und habe mich von ihren Ausführungen zur kindlichen Psyche nicht verunsichern lassen. Aber: sie wollte mich wahrscheinlich auch gar nicht verunsichern. Sie wollte mir wahrscheinlich einfach nur ihren Standpunkt erläutern. Vielleicht war sie gar in Erklärungsnot, weil ich ihr -vielleicht - vermittelt habe, dass ich ihr ausschließliches Tragen eigenartig empfinde. (Rückenunfreundlich, vor allem.) Huch, jetzt fällt es mir erstmal auf: bin ICH vielleicht Mitglied bei der Müttermafia???
Anderes Beispiel. Sehr oft lese ich, dass mit wahlweise Kopfschütteln oder ziemlichem Genervtsein davon berichtet wird, dass (gerne ältere) Menschen auf das Baby sehr freundlich reagieren, um sich dann zur Mama umzudrehen und zu fragen. "Junge oder Mädchen?" "Mann. Das Kind hatte nur blaue Klamotten an", kommt dann als nächstes. Eine solche Situation hatte ich auch schon häufiger. Als ich mit Mini-R. einmal im Kaufhausfahrstuhl stand, kam ebenfalls ein älteres Ehepaar in den Fahrstuhl und freute sich über das knuffige Baby. Die obligatorische Frage nach dem Geschlecht hat mich auch erstmal grinsen lassen, denn ich hatte meiner Vorliebe für rosa und rot an dem Tag in meiner Freude über das brandneue Mädchenkind hemmungslos nachgegeben und war der Meinung "das sieht man doch." Der Herr bekam auch sofort Rüffel von seiner Frau, die genau das gleiche zu ihm sagte, die Kleine ist doch ganz in rosa, das sieht man doch. "Stimmt", meinte der Herr, "aber ehrlich gesagt, das heißt doch heutzutage gar nichts mehr." Beim genaueren Nachdenken musste ich ihm recht geben. Hätte er gesagt" Och, was für ein niedliches Mädchen, wie heißt es denn?" hätte es ihm passieren können, dass er die Frage von einer gekränkten Mutter um die Ohren gehauen bekommen hätte "Karl-Friedrich. Jungs tragen auch rosa. Warum auch nicht?" Ja, warum auch nicht? Wenn man sich mal in die Rolle des Senders hineinversetzt, wollte der einfach nur nichts falsch machen, nicht anecken. Davon abgesehen versuchen ältere Menschen einfach oft, irgendwie ins Gespräch zu kommen, und denken nicht groß darüber nach, ob sie mit der Frage nach dem Geschlecht die junge Mutter ärgern. Sie schauen wahrscheinlich nur in das niedliche, ziemlich geschlechtsneutrale Babygesicht und ehrlich, selbst mir als halbwegs junger Frau mit gesunden Augen ist es schon zwei mal passiert, dass ich beim Geschlecht falsch lag, da fragt man vielleicht doch besser mal nach.
Worauf ich hinaus will? Wenn man sich als Mutter STÄNDIG angegriffen fühlt, liegt es wahrscheinlich nicht an einer besonders hohen Mafia- oder Idiotendichte im Umkreis, sondern zu einem guten Teil an einem selbst. Daran, dass man verunsichert ist und sich Dinge zu Herzen nimmt, die wahrscheinlich gar nicht als Affront gemeint waren. Dann hilft es manchmal schon, sich einfach in die andere Person hineinzuversetzen - die vielleicht in der gleichen, nämlich einer recht unsicheren, Situation ist und ggf nur deshalb über das Ziel hinausschießt. Und bevor ich mich wahnsinnig aufrege, von Leuten genervt bin und über dieses Genervtsein sinnlos Energie verpuffe, lohnt es sich vielleicht, bei der Person, die einen so ärgert, einmal konkret nachzufragen: "Wie meinst Du das denn?" Zu guter Letzt: ja, auch unter Müttern gibt es "Unsympathieträger", wieso auch nicht? Wahrscheinlich waren die aber auch schon unsympathische Weltverbesserer, bevor sie Mutter wurden. Und solche gilt es dann eben einfach zu meiden und sich mit Menschen zu umgeben, die einem besser tun.
Ist jetzt alles klar?
Eure Dr. psych. RALV
Dienstag, 16. Oktober 2012
Kühler weht der Wind
Am Wochenende habe ich mal wieder nach natürlich viel zu langer Zeit meine Oma besucht. Das letzte Großelternteil, das ich noch habe, nachdem Opa väterlicherseits letztes Jahr gestorben ist. Meine Oma ist dement und lebt schon einige Jahre im Altenheim.
Als ich mit Anfang/Mitte zwanzig als Studentin in (einem anderen) Altenheim gearbeitet habe, habe ich immer gedacht, eigentlich haben die Menschen, die an Demenz leiden, es immer noch besser als die anderen, die an dem "Ort ohne Rückkehr" leben. Sie machen sich die Welt widdewidde, wie sie ihnen gefällt. Mal sitzen sie in ihrer Vorstellung in einem vornehmen Cafe´, mal an der Bushaltestelle. Das miese Essen, das recht trostlose Umfeld und die leeren Blicke um sie herum blenden sie einfach aus. Nur für die Angehörigen ist es schwer. Dachte ich so.
Nun, da einer meiner Lieben von dieser Krankheit betroffen ist, empfinde ich natürlich anders. Es gibt sie, die "lustigen" Momente. Es gibt auch klare Momente. Aber diese Krankheit ist vor allem eines: gottsjämmerliche Einsamkeit. Eine Einsamkeit, die man von außen mit noch so viel guten Willen nicht immer, und wahrscheinlich mit zunehmendem Verlauf immer weniger, durchbrechen kann. Wie es sich anfühlen mag, sich selbst zu verlieren, vermögen wir anderen nicht zu sagen. Natürlich nicht. Aber es gibt diese Momente, in denen Oma´s himmelblaue Augen sich in meine zu bohren scheinen, und eine leise Ahnung mich überfällt, die mich schauern lässt.
Immer, wenn ich den 20minütigen Weg von meinem Elternhaus zum Altenheim fahre, sage ich leise zu mir selber: "Wappne Dich! Wappne Dich!" und doch bin ich nie gewappnet, wenn ich auf meine Oma treffe.
Diesmal nahm sie, als ich ankam, an einem musikalischen/literarischen Vortrag zum Thema "Herbst" teil. Ihr Gesicht erhellte sich, als sie mich sah und ich einen Stuhl neben sie schob. Sie begrüßte mich mit meinem Namen und wirkte so normal und vertraut, wie man nur sein kann. Ich habe bisher immer Glück gehabt und bin von ihr erkannt worden. Als ich sie fragte, ob ich ihre Brille aus der Tasche holen soll, damit sie die Liedtexte lesen kann, schnaubte sie nur und meinte lapidar, die könne sie doch alle auswengig. Und klar, sie kannte sie auswendig. Ich übrigens auch, denn deutsches Liedgut habe ich unter anderem mit meiner Oma als Kind viel gesungen. Die Singerei gefiel meiner Oma, und mir gefiel es auch, so neben ihr zu sitzen und ihre Hand zu halten. Doch plötzlich drehte sie sich zu mir um und fragte etwas in dieser Situation völlig Sinnloses, und zwar drei mal im Minutentakt. Und da saß sie dann wieder sehr präsent zwischen uns, die Demenz.
Als wir zu dem sehr schönen Herbstlied "Bunt sind schon die Wälder" und darin zu der Textstelle "kühler weht der Wind" kamen, dachte ich so bei mir, ja so ist es, der Wind wird immer kühler. Da hilft es nur, sich warm anzuziehen oder wahlweise: sich ein dickes Fell anzueignen. Doch das muss man ersteinmal können.
Anschließend schleppte ich Oma betont vergnügt (wie man das immer so macht) in das kleine Cafe´des Altenheims, denn ein "Köppchen Kaffee" und ein Stück Kuchen haben ihr eigentlich immer Freude gemacht. Diesmal leider nicht, alles blieb quasi unangetastet stehen, und ein Gespräch über die alten Zeiten war auch nicht mehr drin. Ich war traurig. Aber dann blitzte plötzlich wieder ihre alte Persönlichkeit hervor, als sie einen ihrer Lieblingssprüche: "Sowas lebt, und Schiller musste sterben!" mit einem typischen drolligen Augenrollen als Reaktion auf eine meiner Geschichten über unfähige Handwerker anbrachte. Und da musste ich eben auch wieder lachen.
Ich habe Angst vor dem Tag, an dem sie mich nicht mehr erkennen wird. Aber da hilft nur: sich wappnen. Denn besser wird es von hier an nicht mehr, soviel ist sicher.
P.S.: Liebe Zoa, ich denke viel an Dich!
Als ich mit Anfang/Mitte zwanzig als Studentin in (einem anderen) Altenheim gearbeitet habe, habe ich immer gedacht, eigentlich haben die Menschen, die an Demenz leiden, es immer noch besser als die anderen, die an dem "Ort ohne Rückkehr" leben. Sie machen sich die Welt widdewidde, wie sie ihnen gefällt. Mal sitzen sie in ihrer Vorstellung in einem vornehmen Cafe´, mal an der Bushaltestelle. Das miese Essen, das recht trostlose Umfeld und die leeren Blicke um sie herum blenden sie einfach aus. Nur für die Angehörigen ist es schwer. Dachte ich so.
Nun, da einer meiner Lieben von dieser Krankheit betroffen ist, empfinde ich natürlich anders. Es gibt sie, die "lustigen" Momente. Es gibt auch klare Momente. Aber diese Krankheit ist vor allem eines: gottsjämmerliche Einsamkeit. Eine Einsamkeit, die man von außen mit noch so viel guten Willen nicht immer, und wahrscheinlich mit zunehmendem Verlauf immer weniger, durchbrechen kann. Wie es sich anfühlen mag, sich selbst zu verlieren, vermögen wir anderen nicht zu sagen. Natürlich nicht. Aber es gibt diese Momente, in denen Oma´s himmelblaue Augen sich in meine zu bohren scheinen, und eine leise Ahnung mich überfällt, die mich schauern lässt.
Immer, wenn ich den 20minütigen Weg von meinem Elternhaus zum Altenheim fahre, sage ich leise zu mir selber: "Wappne Dich! Wappne Dich!" und doch bin ich nie gewappnet, wenn ich auf meine Oma treffe.
Diesmal nahm sie, als ich ankam, an einem musikalischen/literarischen Vortrag zum Thema "Herbst" teil. Ihr Gesicht erhellte sich, als sie mich sah und ich einen Stuhl neben sie schob. Sie begrüßte mich mit meinem Namen und wirkte so normal und vertraut, wie man nur sein kann. Ich habe bisher immer Glück gehabt und bin von ihr erkannt worden. Als ich sie fragte, ob ich ihre Brille aus der Tasche holen soll, damit sie die Liedtexte lesen kann, schnaubte sie nur und meinte lapidar, die könne sie doch alle auswengig. Und klar, sie kannte sie auswendig. Ich übrigens auch, denn deutsches Liedgut habe ich unter anderem mit meiner Oma als Kind viel gesungen. Die Singerei gefiel meiner Oma, und mir gefiel es auch, so neben ihr zu sitzen und ihre Hand zu halten. Doch plötzlich drehte sie sich zu mir um und fragte etwas in dieser Situation völlig Sinnloses, und zwar drei mal im Minutentakt. Und da saß sie dann wieder sehr präsent zwischen uns, die Demenz.
Als wir zu dem sehr schönen Herbstlied "Bunt sind schon die Wälder" und darin zu der Textstelle "kühler weht der Wind" kamen, dachte ich so bei mir, ja so ist es, der Wind wird immer kühler. Da hilft es nur, sich warm anzuziehen oder wahlweise: sich ein dickes Fell anzueignen. Doch das muss man ersteinmal können.
Anschließend schleppte ich Oma betont vergnügt (wie man das immer so macht) in das kleine Cafe´des Altenheims, denn ein "Köppchen Kaffee" und ein Stück Kuchen haben ihr eigentlich immer Freude gemacht. Diesmal leider nicht, alles blieb quasi unangetastet stehen, und ein Gespräch über die alten Zeiten war auch nicht mehr drin. Ich war traurig. Aber dann blitzte plötzlich wieder ihre alte Persönlichkeit hervor, als sie einen ihrer Lieblingssprüche: "Sowas lebt, und Schiller musste sterben!" mit einem typischen drolligen Augenrollen als Reaktion auf eine meiner Geschichten über unfähige Handwerker anbrachte. Und da musste ich eben auch wieder lachen.
Ich habe Angst vor dem Tag, an dem sie mich nicht mehr erkennen wird. Aber da hilft nur: sich wappnen. Denn besser wird es von hier an nicht mehr, soviel ist sicher.
P.S.: Liebe Zoa, ich denke viel an Dich!
Plagiatsirrsinn
Was soll eigentlich dieses ewige Herumgeschnüffele in Doktorarbeiten 30 Jahre nach ihrer Entstehung? Kann man nicht einfach mal den Doktorvätern und Zweitgutachtern glauben, dass es sich um eine wissenschaftlich fundierte Arbeit handelt? Oder zumindest nach einigen Jahren mal einen formellen Strich unter das Vorhandensein eines Doktortitels ziehen? Herrgott nochmal, selbst Totschlag verjährt nach 15 Jahren. Lasst die Politiker sich doch bitte mal auf ihre Arbeit konzentrieren! Abgesehen davon hat die Uni Düsseldorf ja wohl den Vogel abgeschossen, indem sie das Gutachten an die Presse gegeben hat, bevor die Betroffene sich überhaupt äußern konnte. Also bitte. Wo leben wir denn? Der Plagiatsirrsinn nimmt für mich langsam hysterische Züge an, ganz ehrlich. Nervt!
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Liebster Blog Award und 11 Dinge
Meine liebe Frau Hibbel hat mich mit einem "Liebster-Blog-Award" beehrt. Habe ich - wohl wegen Krankheitsalarm- jetzt erst gesehen. Tschuldigung und danke, Hibbli. Ich habe gar nichts gegen Awards und finde es auch lustig, dass man so auch mal in diverse andere Blogs hineinschaut, die vielleicht auch noch nicht bekannt sind, das Problem ist nur, ich habe mich gerade in letzter Zeit wenn überhaupt nur auf der Handvoll Blogs getummelt, die ich eh regelmäßig besuche....ich kann also gar keine 11 neuen, vielleicht nicht so breit bekannten Blogs nominieren. Sorry. Was ich natürlich machen kann, ist zumindest einen Teil der Spielregeln befolgen und 11 Fakten über mich veröffentlichen (auch das wird schwer genug, aber es hat ja niemand gesagt, dass es besonders spannende Fakten sein müssen, oder?)
1. Ich mag den Herbst. Besonders an goldenen Oktbertagen wie diesem heute.
2. Ich hätte gerne ein drittes Kind, wenn ich nicht schon ein paar Jahre zu alt dafür wäre.
3. Kissen, die eine glänzende Oberfläche haben, kann ich nicht leiden.
4. Ich könnte meistens gut auf Fleisch verzichten. Da ich aber versuche, so weit wie möglich die Kohlehydratzufuhr einzuschränken, mag ich nicht meine Eiweißlieferanten auch noch begrenzen. Da wird der Speiseplan dann etwas eintönig.
5. Obwohl rot seit langem meine erklärte Lieblingsfarbe ist, zieht es mich momentan total zu allen Aqua-Tönenvon hellblau bis türkis. Am liebsten in der Kombi mit grau. Passt nur überhaupt nicht zum Herbst.
6. Ich hätte gerne ein besonderes Talent. Supertoll singen oder turnen können oder so. Aber ich muss mich wohl damit zufrieden geben, einige Sachen ganz gut und vieles mittelmäßig zu können. Ist auch nicht schlecht.
7. Mittels des Internets habe ich schon tolle Menschen kennen gelernt. Und eine der berührendsten "Begegnungen" meines Lebens gehabt, die, so glaube ich, für immer in mir wirken wird. Aber dass sich Menschen in der (scheinbaren) Anonymität des Internets auch auf sehr negative Weise austoben, (ich formuliere es mal bewusst schwammig) macht mir auch manchmal Angst.
8. Ich finde, man kann nie zu viele Freunde haben.
9. Ich habe kein/kaum Fernweh. Ich reise gerne, komme aber noch lieber wieder nach Hause.
10. Mein Glas ist halb voll.
11. Was Musik betrifft, bin ich ziemlich wahllos. Eigentlich mag ich von Pop bis Hip Hop und Klassik inklusive der meisten Opern alles. Es gibt nur eine einzige Ausnahme: Reggae (wie schreibt man das?)! Reggae macht mich nervös, schlimmstenfalls aggressiv, und zwar auch am Strand von Jamaica!!! Das gilt übrigens auch für den ganzen dazugehörigen Look, seien es die Farben, die Rastalocken/zöpfe oder, am Allerschlimmsten: diese komischen Mützen, auch wenn sie als Beanie (oder so) derzeit ein Comeback feiern. Gruselig!
1. Ich mag den Herbst. Besonders an goldenen Oktbertagen wie diesem heute.
2. Ich hätte gerne ein drittes Kind, wenn ich nicht schon ein paar Jahre zu alt dafür wäre.
3. Kissen, die eine glänzende Oberfläche haben, kann ich nicht leiden.
4. Ich könnte meistens gut auf Fleisch verzichten. Da ich aber versuche, so weit wie möglich die Kohlehydratzufuhr einzuschränken, mag ich nicht meine Eiweißlieferanten auch noch begrenzen. Da wird der Speiseplan dann etwas eintönig.
5. Obwohl rot seit langem meine erklärte Lieblingsfarbe ist, zieht es mich momentan total zu allen Aqua-Tönenvon hellblau bis türkis. Am liebsten in der Kombi mit grau. Passt nur überhaupt nicht zum Herbst.
6. Ich hätte gerne ein besonderes Talent. Supertoll singen oder turnen können oder so. Aber ich muss mich wohl damit zufrieden geben, einige Sachen ganz gut und vieles mittelmäßig zu können. Ist auch nicht schlecht.
7. Mittels des Internets habe ich schon tolle Menschen kennen gelernt. Und eine der berührendsten "Begegnungen" meines Lebens gehabt, die, so glaube ich, für immer in mir wirken wird. Aber dass sich Menschen in der (scheinbaren) Anonymität des Internets auch auf sehr negative Weise austoben, (ich formuliere es mal bewusst schwammig) macht mir auch manchmal Angst.
8. Ich finde, man kann nie zu viele Freunde haben.
9. Ich habe kein/kaum Fernweh. Ich reise gerne, komme aber noch lieber wieder nach Hause.
10. Mein Glas ist halb voll.
11. Was Musik betrifft, bin ich ziemlich wahllos. Eigentlich mag ich von Pop bis Hip Hop und Klassik inklusive der meisten Opern alles. Es gibt nur eine einzige Ausnahme: Reggae (wie schreibt man das?)! Reggae macht mich nervös, schlimmstenfalls aggressiv, und zwar auch am Strand von Jamaica!!! Das gilt übrigens auch für den ganzen dazugehörigen Look, seien es die Farben, die Rastalocken/zöpfe oder, am Allerschlimmsten: diese komischen Mützen, auch wenn sie als Beanie (oder so) derzeit ein Comeback feiern. Gruselig!
Mittwoch, 10. Oktober 2012
R. mit zweieinhalb
Liebes kleines Mädchen, mit zweieinhalb Jahren bist Du 99cm groß und lebst auf großem Fuß: Schuhgröße 26 trägst Du schon. Du hast lange, wilde Haare, die nur noch mit Spangen und Zopfgummis halbwegs zu bändigen sind. Der Weg vom Kleinkind zum Kindergartenkind ist fließend, ich habe aber das Gefühl, Dir beim Wachsen und Strecken quasi zuschauen zu können. Nun dauert es nicht mehr lange, bis Du richtig "groß" sein wirst, und erstmalig überwiegt die Wehmut deutlich gegenüber dem Stolz, wenn ich Dich manchmal so ansehe und mir klar mache, dass Du nicht mehr lange mein kleines "Baby" sein wirst.
Im Kindergarten bist Du schon richtig zu Hause, Du kennst nicht nur Deine gleichaltrigen Gruppenkollegen und weißt, dass sie alle "Wühlmäuschen" sind, sondern, bedingt durch das offene Konzept unseres Kindergartens und vielleicht auch, weil Dein Bruder einer von den Großen dort ist, bist Du quasi mit allen Kindern bekannt - und überall gerne gesehen. Du bist mittendrin. Es stört Dich nicht im Geringsten, wenn die anderen Kinder um Dich herum Jahre älter sind als Du, Du willst einfach dabei sein. "He, Jungs, wartet auf mich" riefst Du gestern, als Dein Bruder sich mit seinem Freund in sein Zimmer verziehen wollte, und die "Jungs" gehorchten auch brav. Mal gucken, wie lange das noch gut geht. Ich versäume es oft, für Dich "eigene" Playdates zu organisieren, weil unser Alltag einfach durch den Stundenplan Deines Bruders bestimmt ist, aber im Moment stört Dich das noch nicht. Die "Jungs" vielleicht schon eher....
Großwerden, das willst Du mit aller Gewalt, und das gelingt Dir auch prächtig. Du kannst recht gut klettern, mit zwei Füßen gleichzeitig hüpfen und einen Moment auf einem Bein stehen. Du sprichst, dass es eine helle Freude ist. Alle Zeiten hast Du nun in Deinem Repertoir, auch den Konjunktiv beherrschst Du und, natürlich besonders gut, den Imperativ. Abgesehen davon, dass Du manchmal mich und mir verwechselst, ist Deine Grammatik recht sicher. "ch" kommt manchmal als gelispeltes "s" daher, das könnte allerdings auch daran liegen, dass Du nach wie vor an Deinem Schnuller festhältst und die Schnullerfee partout noch nicht anrufen möchtest. Immerhin hast Du inzwischen verstanden, was die Schnullerfee ist und dass sie kommt und die Schnuller holt, wenn das große Kind soweit ist (oder spätestens am 3. Geburtstag--- jaja, meine Logopädenfreundin C. möchte mir an dieser Stelle die Ohren lang ziehen, ich weiß). Zwei andere wichtige "Großwerd"themen für uns: Toilette und Mittagsschlaf. Meine Prognose, Du würdest wohl schnell sauber werden, hat sich nicht bewahrheitet. Du gehst zwar immer gerne auf die Toilette, wenn man es anbietet (ausschließlich auf die große Toilette, Töpfchen verschmähst Du inzwischen), aber Windeln sind schon auch noch ok für Dich. Und der Mittagsschlaf- den brauchst Du eigentlich nicht mehr, aber oft gönnen wir ihn Dir trotzdem noch (und verfluchen uns dann abends, wenn Du vor halb zehn kein Auge zu tust). Bekommst Du ihn nicht, wird der Nachmittag mit Dir recht anstrengend, das will man eben nicht immer.
Besonders oft findet man Dich im Moment am Maltisch, wo Du entzückende bunte Kreise und Striche symmetrisch auf einem Blatt Papier verteilst und penibel darauf achtest, dass auch alle Farben einmal "dran kommen". Nach wie vor spielst Du auch gerne mit Puppen und ich höre mich immer selbst, wenn Du mit übertriebenem Pathos "Meine Süüüüüüße" schreist und Deine Puppen feste in den Arm schließt, oder streng"Jetzt musstu aba schlafen! Schlussjetzt" forderst. Im Umgang mit Deinen gleichaltrigen Freunden bist Du nicht halb so bestimmend, wie ich gedacht hätte. Gestern konnte ich beobachten, dass Du sehr sozial Spielzeuge geteilt und (Deine) Sachen freiwillig angeboten, sowie statt den von Dir gerne gebrauchten Imperativ zu verwenden, sehr freundlich gefragt hast, ob man mit Dir spielen möchte. Ich war verblüfft. Es ist allerdings nicht ganz auszuschließen, dass Du einfach sehr gut gelaunt warst.
Du wirst immer kuscheliger und machst im Moment etwas (für mich) absolut herzzerreißend Süßes, was Du nicht einmal als Baby getan hast: Du schläfst auf meinem Bauch ein. Ich fühle mich zwar zeitweilig wie ein lebendiges Katzenkörbchen, wenn Du Dich auf mir zurechtruckelst, eine Position suchst, zwischendurch ein eher mittelzärtliches Küsschen auf meinen Hals donnerst, aber eigentlich liebe ich es, wenn Dein Köpfchen irgendwann auf meiner Brust ruht und Du ganz friedlich Bauch an Bauch auf mir liegend schläfst.
Hier mein derzeitiges Lieblingsoutfit für Dich und einer der Gründe, warum ich es so großartig finde, ein kleines Mädchen zu haben: Man kann türkisfarbene Röcke kaufen, die über und über mit Hunden bedruckt sind. Fantastisch.
Dein liebster Spielpartner ist und bleibt Dein Bruder. Und auch, wenn Ihr im Moment viel streitet, geht es natürlich immer nur um unsinnige Kleinigkeiten dabei. Sobald es nötig wird, haltet ihr zusammen wie Pech und Schwefel, und jeden Morgen begrüßt Du Deinen noch schlafenden Bruder mit "Vieele Küsschen" und einem ziemlich schiefen Guten-Morgen-Lied.
Dienstag, 9. Oktober 2012
Krank
Hier ist mal wieder ein Virus eingezogen, der der Reihe nach alle Familienmitglieder anfällt.... bähhh!!!
Freitag, 28. September 2012
Babybel und eingeklappte Arme
Wer kennt eigentlich außer mir das Babybel-Problem? Sowohl mein Sohn (bis zum Alter von ca. 3 Jahren), als auch R. fuhren oder, im Fall von R., fahren ohne Ende auf diese kleinen Minikäsedinger ab und wollen sie un-be-dingt haben, wenn sie im Einkaufswagen sitzen und sich etwas aussuchen dürfen. Dann denkt man so, naja, könnte schlimmer sein, Käse ist besser als Bonbons, und kauft gottergeben so ein Netzchen, pult einen Käse aus der Verpackung, und reicht ihn in den Einkaufswagen. Und dann läuft es - absolut ohne Ausnahme- immer so ab, dass ich mit einem angebissenen Käse dastehe, weil eigentlich nur die Verpackung spannend ist und das Zeug nach Plastik schmeckt. Auch mir schmeckt es nicht, übrigens, dennoch weiß ich, dass ich es als Kind auch immer haben wollte. Sollte verboten werden.
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Söhnchen, von mir zum Malen animiert, malte gestern einen Ritter. "Toll", meinte ich, "und braucht der vielleicht auch noch Arme, damit er sein Schwert halten kann?" Da antwortet mein Sohn: "Ach nee, Mama, die Arme kann der einklappen. Und die sind jetzt eben eingeklappt!" Touche´, würde ich sagen!
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Söhnchen, von mir zum Malen animiert, malte gestern einen Ritter. "Toll", meinte ich, "und braucht der vielleicht auch noch Arme, damit er sein Schwert halten kann?" Da antwortet mein Sohn: "Ach nee, Mama, die Arme kann der einklappen. Und die sind jetzt eben eingeklappt!" Touche´, würde ich sagen!
Donnerstag, 27. September 2012
Herumgemuttere
Ist doch manchmal ganz hilfreich, wenn Bekannte einem den Kopf wieder zurecht rücken. Nach der inzwischen zweiten schlaflosen Nacht, in der ich mein Kindelein vor meinem inneren Auge in einer großen Klasse verschüchtert am Rande sitzen sah, machte mir gestern eine Bekannte klar, dass Söhnchen sich ja im Gegensatz zu fast allen anderen Kindergartenkindern letztes Jahr schon einmal in einer ganz neuen Gruppe, einer neuen Stadt, sogar einer neuen Kultur, gut behauptet hat. Und dass das ein großes Plus ist, und auch Selbstbewusstsein gibt.
Und meine Freundin sagte vorhin ganz trocken: Tsja, Du unterschätzt ihn einfach permanent.
Beide Anmerkungen haben ihre Berechtigung. Tatsächlich ist bei diesem meinem erstgeborenen Kind das Thema "Loslassen und Vertrauen" DAS Thema für mich. Noch nicht einen einzigen Tag habe ich mich um meine Tochter und ihr "Seelenheil" so gesorgt. Noch nie hatte ich das Gefühl, ihr Steine aus dem Weg räumen zu müssen. Ich habe einfach das Grundvertrauen, dass sie das alleine schafft.
Ich muss echt an mir arbeiten.
Und meine Freundin sagte vorhin ganz trocken: Tsja, Du unterschätzt ihn einfach permanent.
Beide Anmerkungen haben ihre Berechtigung. Tatsächlich ist bei diesem meinem erstgeborenen Kind das Thema "Loslassen und Vertrauen" DAS Thema für mich. Noch nicht einen einzigen Tag habe ich mich um meine Tochter und ihr "Seelenheil" so gesorgt. Noch nie hatte ich das Gefühl, ihr Steine aus dem Weg räumen zu müssen. Ich habe einfach das Grundvertrauen, dass sie das alleine schafft.
Ich muss echt an mir arbeiten.
Mittwoch, 26. September 2012
Schulgedöns
Kaum ist das Söhnchen ein offizielles Vorschulkind, geht es auch schon los mit dem Schulalarm. Schulanmeldung, Tag der offenen Tür, Elternabende - ich bin ja einerseits froh, wieder hier und damit im Zentrum des Geschehens (was die Schullaufbahn des Sohnes betrifft) zu sein. Andererseits überfordert das Ganze mich auch ein bisschen, bzw. stresst mich, macht mir Sorgen.
Ende September geboren, ist Söhnchen idiotischer Weise ein sog. "Muss-Kind" im Gegensatz zu den "Kann-Kindern", das sind die ab 1. Oktober geborenen. Tolle Terminologie. Was das bedeutet ist, dass nach dem in NRW geltenden Schulrecht Söhnchen nächstes Jahr mit nicht einmal sechs Jahren eingeschult werden muss. Nun könnte man natürlich sagen, prima, wenn man keine Wahl hat, braucht man sich auch gar keine Gedanken zu machen.
Aber die Gedanken mache ich mir dennoch. Klar nützt es gar nichts, sich darüber zu ärgern, dass er nicht zwei Wochen später geboren wurde, aber ich denke eben, dass ich ihn ohne größeres Zögern ein weiteres Jahr im Kindergarten lassen würde, wenn ich (unproblematisch) könnte. Er ist einfach nach wie vor ein Kind, dass sich (körperlich) nicht gut behaupten kann und motorisch hinter vielen anderen hinterherhinkt. Dazu ist er in neuen Situationen zurückhaltend, teilweise ängstlich. Ich weiß, alles Lamentieren nützt nichts, er muss eingeschult werden, so ist das eben.
Aber dann geht es natürlich weiter- welche Schule soll es denn nun sein? Es bietet sich zunächst einmal die hiesige "Dorf"schule an, auf die eben gesammelt quasi der ganze Kindergartenjahrgang gehen wird, als Alternative eine Montessori Schule mit gutem Ruf im Nachbarort. Die Montessori Schule klingt für mich, was das Konzept betrifft, überzeugend. Altersgemischte Lerngruppen, tolle Räumlichkeiten und eben eine konsequente Umsetzung der Montessori Pädagogik. "Lernen im eigenen Tempo" ist so ein Schlagwort, was für mich erst einmal verlockend klingt. In jedem Gespräch, in jedem Artikel zu dem Thema kommt aber auch der Hinweis, dass diese Pädagogik nicht unbedingt für jedes Kind geeignet sei und man selber wissen müsse, ob es für das eigene Kind das Richtige sei. Und da tun sich dann schon die ersten Fragezeichen in meinem Kopf auf. Ich habe so meine Zweifel, ob Söhnchen in der Freiarbeit sehr erfolgreich wäre. Ich weiß, dass er sich schnell ablenken lässt und noch keinen besonderen Ehrgeiz entwickelt, sich Dinge alleine anzueignen. Ich weiß, dass wenn man ihn aussuchen lässt, was er tun möchte, er sich wahrscheinlich lange Zeit nur mit einer Sache beschäftigen mag - die ihm eben am meisten Spaß macht. Ich weiß aber nicht, ob das alterstypisch ist, oder eine Charakterfrage. Ich weiß, dass er keinerlei Probleme mit Anleitungen/Arbeitsaufträgen hat, auch still sitzen und Zuhören machen ihm keine Probleme. Ich weiß, dass ihm das leicht "verschulte" Kindergartensystem in NY auf eine Weise gut getan hat, er hat - auf Anweisung- Dinge gelernt, und dann auch gerne gelernt, die er sich alleine nie ausgesucht hätte - basteln, Buchstaben schreiben etc.
Und so ist der Grund für meine Zweifel und mein Hin- und Hergerissensein wahrscheinlich nur eine diffuse Angst vor dem bösen "normalen" Schulsystem, vor großen Klassen und Leistungsdruck.
Es gibt natürlich mehrere Möglichkeiten, wie man etwas Klarheit in die ganze Angelegenheit bringen kann. Gespräche mit anderen Müttern gehören nicht unbedingt dazu, jedenfalls nicht immer. Wenn ich noch einmal höre: "Oh je, von September ist er, ooooh, da wird er es erstmal schwer haben", flippe ich aus. Weder die überzeugten Montessori- noch die Regelschulbefürworter können mir "helfen", denn, ja, am Ende muss man diese Entscheidung für sein Kind selbst treffen.
Aber es gibt natürlich erstens mal die Kindergärtnerinnen, auf die ich große Stücke halte, und mit denen, die die "Vorschulgruppe", die sich zweimal wöchentlich trifft, betreuen, werde ich mich die Tage mal zusammen setzen und um ihre Einschätzung bitten. Sollten sie, wovon ich aber nicht ausgehe, ernsthafte Zweifel haben, dass Söhnchen nächstes Jahr die Schule meistern kann, würde ich mich nicht scheuen, alle Wege zu gehen, die es braucht, um ihn, obwohl er eigentlich schulpflichtig ist, doch noch zurückstellen zu lassen. Zweitens habe ich bei der Kinderärztin nun Ergotherapie für L. verschrieben bekommen. Die Ärztin teilte meine Einschätzung, dass man ihm motorisch noch ein bisschen auf die Sprünge helfen kann, als sie den recht krömmelig gehüpften Hampelmann und das ebenso krömmelig gemalte Haus des kleinen Kerls begutachtete. Meine Sorgenfalten wurden immer tiefer, als die Ergotante beim zweiten Blick auf das Kind meinte, ja, gut, dass sie da sind (generell liegen mir die Optimismus verbreitenden Ärzte und Therapeuten mehr, Sorgen /schlechtes Gewissen mache ich mir selbst schon genug).
Das ist die eine Seite. Die andere Seite, die Schulen selbst, werde ich mir ebenfalls in den kommenden Tagen etwas genauer angucken, es gibt wie gesagt Elternabende und Tage der offenen Tür.
Ich sehe ganz im Allgemeinen einen riesigen Vorteil der hiesigen Grundschule, und das ist der soziale Aspekt. Die Kinder gehen in Laufgemeinschaften zu Fuß zur Schule, und wenn sie sich nachmittags verabreden möchten, können auch Besuche meistens zu Fuß/per Fahrrad erledigt werden. Nicht zu unterschätzen auch der Bonus, dass ich mit einer guten Handvoll der Mamas der zukünftigen Klassenkameraden befreundet und zwei weiteren Handvoll bekannt bin- auch ein solches Netzwerk ist Gold wert. Söhnchen würde gemeinsam mit einer im wohl bekannten Gruppe von Kindern die Schule beginnen, das wäre sicher ein leichterer Start, als mit lauter neuen Gesichtern eingeschult zu werden.
Ich weiß aber auch aus eigener Erfahrung, dass die Grundschule wundervoll, aber auch grausam sein kann und dass das neben den Kindern, die dort zur Schule gehen, vor allem von einem abhängt: dem Lehrer/der Lehrerin. Von einem braungelockten Lehrerinnenengel in der ersten und zweiten Klasse, in den ich ernsthaft verliebt war, geriet ich, als wir umzogen, in der dritten Klasse an eine Lehrerin, die genau so hart war wie ihre betonierte Lady-Di Frisur. Das war erstmal schlimm, und ich war eine Weile sehr unglücklich und sehr ungerne in der Schule. Ich habe mich durchgekämpft, aber ich bin nicht sicher, ob Söhnchen an einer solchen Frau H. nicht zerbrechen würde.
Die Lehrerin kann man sich aber nun einmal nicht aussuchen. Weder an der einen, noch an der anderen Schule. Ein bisschen Glück gehört wahrscheinlich auch in der Schullaufbahn dazu. Und dann komme ich in meinem Gedankenkarussel auch immer wieder dahin zurück, dass ich unsicher bin, ob ich meinem Sohn nicht auch einfach zu wenig zutraue. Ich sehe natürlich seine Fähigkeiten und Talente und ja, die hat er. Hänge ich mich zu sehr an seinen Defiziten auf? Gibt es nicht tausende Kinder, die so jung eingeschult werden, und das wunderbar meistern? Bremse ich ihn zu sehr aus? Er wird ja auch nicht morgen eingeschult, in einem Jahr passiert ja noch so viel. Wenn ich bedenke, was für eine Entwicklung zwischen vier und fünf beim Söhnchen statt gefunden hat...
Ich bin froh, dass der beste Ehemann nächste Woche für ein paar Tage da sein wird. Der hat naturgemäß einen etwas andern Blick auf die Dinge und meistens eine wohltuend sachliche Ader.
Ach herrjeh. Ich glaube, mit dem Beginn der Schule wird das Elternsein nicht unbedingt einfacher. Der Ernst des Lebens beginnt so langsam...
Ende September geboren, ist Söhnchen idiotischer Weise ein sog. "Muss-Kind" im Gegensatz zu den "Kann-Kindern", das sind die ab 1. Oktober geborenen. Tolle Terminologie. Was das bedeutet ist, dass nach dem in NRW geltenden Schulrecht Söhnchen nächstes Jahr mit nicht einmal sechs Jahren eingeschult werden muss. Nun könnte man natürlich sagen, prima, wenn man keine Wahl hat, braucht man sich auch gar keine Gedanken zu machen.
Aber die Gedanken mache ich mir dennoch. Klar nützt es gar nichts, sich darüber zu ärgern, dass er nicht zwei Wochen später geboren wurde, aber ich denke eben, dass ich ihn ohne größeres Zögern ein weiteres Jahr im Kindergarten lassen würde, wenn ich (unproblematisch) könnte. Er ist einfach nach wie vor ein Kind, dass sich (körperlich) nicht gut behaupten kann und motorisch hinter vielen anderen hinterherhinkt. Dazu ist er in neuen Situationen zurückhaltend, teilweise ängstlich. Ich weiß, alles Lamentieren nützt nichts, er muss eingeschult werden, so ist das eben.
Aber dann geht es natürlich weiter- welche Schule soll es denn nun sein? Es bietet sich zunächst einmal die hiesige "Dorf"schule an, auf die eben gesammelt quasi der ganze Kindergartenjahrgang gehen wird, als Alternative eine Montessori Schule mit gutem Ruf im Nachbarort. Die Montessori Schule klingt für mich, was das Konzept betrifft, überzeugend. Altersgemischte Lerngruppen, tolle Räumlichkeiten und eben eine konsequente Umsetzung der Montessori Pädagogik. "Lernen im eigenen Tempo" ist so ein Schlagwort, was für mich erst einmal verlockend klingt. In jedem Gespräch, in jedem Artikel zu dem Thema kommt aber auch der Hinweis, dass diese Pädagogik nicht unbedingt für jedes Kind geeignet sei und man selber wissen müsse, ob es für das eigene Kind das Richtige sei. Und da tun sich dann schon die ersten Fragezeichen in meinem Kopf auf. Ich habe so meine Zweifel, ob Söhnchen in der Freiarbeit sehr erfolgreich wäre. Ich weiß, dass er sich schnell ablenken lässt und noch keinen besonderen Ehrgeiz entwickelt, sich Dinge alleine anzueignen. Ich weiß, dass wenn man ihn aussuchen lässt, was er tun möchte, er sich wahrscheinlich lange Zeit nur mit einer Sache beschäftigen mag - die ihm eben am meisten Spaß macht. Ich weiß aber nicht, ob das alterstypisch ist, oder eine Charakterfrage. Ich weiß, dass er keinerlei Probleme mit Anleitungen/Arbeitsaufträgen hat, auch still sitzen und Zuhören machen ihm keine Probleme. Ich weiß, dass ihm das leicht "verschulte" Kindergartensystem in NY auf eine Weise gut getan hat, er hat - auf Anweisung- Dinge gelernt, und dann auch gerne gelernt, die er sich alleine nie ausgesucht hätte - basteln, Buchstaben schreiben etc.
Und so ist der Grund für meine Zweifel und mein Hin- und Hergerissensein wahrscheinlich nur eine diffuse Angst vor dem bösen "normalen" Schulsystem, vor großen Klassen und Leistungsdruck.
Es gibt natürlich mehrere Möglichkeiten, wie man etwas Klarheit in die ganze Angelegenheit bringen kann. Gespräche mit anderen Müttern gehören nicht unbedingt dazu, jedenfalls nicht immer. Wenn ich noch einmal höre: "Oh je, von September ist er, ooooh, da wird er es erstmal schwer haben", flippe ich aus. Weder die überzeugten Montessori- noch die Regelschulbefürworter können mir "helfen", denn, ja, am Ende muss man diese Entscheidung für sein Kind selbst treffen.
Aber es gibt natürlich erstens mal die Kindergärtnerinnen, auf die ich große Stücke halte, und mit denen, die die "Vorschulgruppe", die sich zweimal wöchentlich trifft, betreuen, werde ich mich die Tage mal zusammen setzen und um ihre Einschätzung bitten. Sollten sie, wovon ich aber nicht ausgehe, ernsthafte Zweifel haben, dass Söhnchen nächstes Jahr die Schule meistern kann, würde ich mich nicht scheuen, alle Wege zu gehen, die es braucht, um ihn, obwohl er eigentlich schulpflichtig ist, doch noch zurückstellen zu lassen. Zweitens habe ich bei der Kinderärztin nun Ergotherapie für L. verschrieben bekommen. Die Ärztin teilte meine Einschätzung, dass man ihm motorisch noch ein bisschen auf die Sprünge helfen kann, als sie den recht krömmelig gehüpften Hampelmann und das ebenso krömmelig gemalte Haus des kleinen Kerls begutachtete. Meine Sorgenfalten wurden immer tiefer, als die Ergotante beim zweiten Blick auf das Kind meinte, ja, gut, dass sie da sind (generell liegen mir die Optimismus verbreitenden Ärzte und Therapeuten mehr, Sorgen /schlechtes Gewissen mache ich mir selbst schon genug).
Das ist die eine Seite. Die andere Seite, die Schulen selbst, werde ich mir ebenfalls in den kommenden Tagen etwas genauer angucken, es gibt wie gesagt Elternabende und Tage der offenen Tür.
Ich sehe ganz im Allgemeinen einen riesigen Vorteil der hiesigen Grundschule, und das ist der soziale Aspekt. Die Kinder gehen in Laufgemeinschaften zu Fuß zur Schule, und wenn sie sich nachmittags verabreden möchten, können auch Besuche meistens zu Fuß/per Fahrrad erledigt werden. Nicht zu unterschätzen auch der Bonus, dass ich mit einer guten Handvoll der Mamas der zukünftigen Klassenkameraden befreundet und zwei weiteren Handvoll bekannt bin- auch ein solches Netzwerk ist Gold wert. Söhnchen würde gemeinsam mit einer im wohl bekannten Gruppe von Kindern die Schule beginnen, das wäre sicher ein leichterer Start, als mit lauter neuen Gesichtern eingeschult zu werden.
Ich weiß aber auch aus eigener Erfahrung, dass die Grundschule wundervoll, aber auch grausam sein kann und dass das neben den Kindern, die dort zur Schule gehen, vor allem von einem abhängt: dem Lehrer/der Lehrerin. Von einem braungelockten Lehrerinnenengel in der ersten und zweiten Klasse, in den ich ernsthaft verliebt war, geriet ich, als wir umzogen, in der dritten Klasse an eine Lehrerin, die genau so hart war wie ihre betonierte Lady-Di Frisur. Das war erstmal schlimm, und ich war eine Weile sehr unglücklich und sehr ungerne in der Schule. Ich habe mich durchgekämpft, aber ich bin nicht sicher, ob Söhnchen an einer solchen Frau H. nicht zerbrechen würde.
Die Lehrerin kann man sich aber nun einmal nicht aussuchen. Weder an der einen, noch an der anderen Schule. Ein bisschen Glück gehört wahrscheinlich auch in der Schullaufbahn dazu. Und dann komme ich in meinem Gedankenkarussel auch immer wieder dahin zurück, dass ich unsicher bin, ob ich meinem Sohn nicht auch einfach zu wenig zutraue. Ich sehe natürlich seine Fähigkeiten und Talente und ja, die hat er. Hänge ich mich zu sehr an seinen Defiziten auf? Gibt es nicht tausende Kinder, die so jung eingeschult werden, und das wunderbar meistern? Bremse ich ihn zu sehr aus? Er wird ja auch nicht morgen eingeschult, in einem Jahr passiert ja noch so viel. Wenn ich bedenke, was für eine Entwicklung zwischen vier und fünf beim Söhnchen statt gefunden hat...
Ich bin froh, dass der beste Ehemann nächste Woche für ein paar Tage da sein wird. Der hat naturgemäß einen etwas andern Blick auf die Dinge und meistens eine wohltuend sachliche Ader.
Ach herrjeh. Ich glaube, mit dem Beginn der Schule wird das Elternsein nicht unbedingt einfacher. Der Ernst des Lebens beginnt so langsam...
Dienstag, 25. September 2012
Pippilotta
Das kleine, wilde Mädchen hat in Bruder´s Verkleidungsschublade eine rotzopfige Perücke gefunden und sie den halben Tag nicht mehr ausgezogen. "Ich bin nämlich Pippi" erklärte sie wichtig - und hat uns auch gleich ein Dutzend Mal in Folge mit dem dazu gehörigen Song beehrt. Mal wieder speziell niedlich!
5!
Fünf Jahre bist Du nun, großer kleiner Sohn. Bei jeder Gelegenheit erzählst Du das jedem, der es hören möchte- oder nicht. Ein paar mal hast Du auch schon einen Witz probiert und auf Frage nach Deinem Geburtstag geantwortet, dass Du sechs geworden bist, hast gleichzeitig Dein bezauberndes schüchternes Grinsen gezeigt, um dann schnell zu korrigieren: neiiin, fünf bin ich.
Hier war es so trubelig in letzter Zeit. Und so war auch Dein Geburtstag, oder soll ich sagen: Deine Geburtstage. Wir haben ein bisschen vorgefeiert, damit Dein Papa auch dabei sein konnte, und Dich und Deine Kindergartenfreunde am WE vor Deinem Geburtstag bespaßt. Mit dem Konzept "vorfeiern" haben wir Dich wohl ein bisschen überfordert, denn dass Du trotz Geburtstagsparty noch nicht wirklich fünf warst, war etwas, was Du partout nicht einsehen wolltest, Deine Kindergartenfreunde aber bestanden darauf. Das hat Dich ganz schön genervt und auch ein bisschen verwirrt. An Deinem eigentlichen Geburtstag hast Du dann im Kindergarten mit Kuchen gefeiert und nachmittags mit Deinen (ehemaligen) Pekipfreunden. Und mit einem tiefen Seufzer, kam dann aus Deinem Mund: Jetzt bin ich aber endlich fünf. In echt!
Ich hatte gar nicht richtig viel Zeit zu sinnieren, an diesen Tagen. Erst, als die ganze Aufregung sich gelegt hatte, der Papa wieder in Amerika war und der Abschiedsschmerz ein wenig gesackt, und als Deine kleine, wilde Schwester dank eines ausgefallenen Mittagsschlafs einmal ausnahmsweise abends früh im Bett war, hatte ich vor ein paar Tagen einmal Zeit, ganz in Ruhe mit Dir das Zubettbringen zu zelebrieren. Und als ich Dich so angeschaut habe, mein großer Junge, da zogen dann vor meinem inneren Auge die Bilder vorbei, vor denen man sich sonst am Geburtstag des Kindes nicht retten kann.
Du als winziges, gerade geborenes Baby. Wie Deine dunkelblauen Augen sich in meine bohrten und Dein Blick mir mitten ans Herz ging. An Deinem allerersten Geburtstag.
Wie Du die selbstgebastelte Krone mit der 1 drauf am nächsten Geburtstag partout auch keine halbe Sekunde aufsetzen wolltest. Die flaumigen hellen Haare, die oben auf dem Kopf so niedlich abstanden wie bei Max (oder Moritz?), Dein "Wipp", den ich immer mit Mittel- und Zeigefinger nachgezogen habe. Deine inzwischen hellblauen Kulleraugen.
Wie hellblond Du warst, in unserem Urlaub, als Du zwei wurdest, und Deine Schwester schon unterwegs war. Deine erste, ziemlich ausgeprägte Trotzphase, die pünktlich zum zweiten Geburtstag einzog und die einherging mit einem so niedlichen, engelhaften Aussehen (extrem süße Phase), dass man Dir Gott sei Dank niemals böse sein konnte.
Mit drei, stolz als frisch gebackenes Kindergartenkind. Auf einmal kein richtiges Kleinkind mehr. Auf einmal großer Bruder. Der beste große Bruder, den die Welt je gesehen hat.
Mit vier, am Küchentisch in New York - als wäre es gestern gewesen.
Und heute. Fünf Jahre. Ein Vorschulkind. Schon irgendwie noch ein kleiner Junge. Aber ein großer kleiner Junge. Wie kann man das in Worte fassen? Du findest Dich so tapfer in Deiner neuen alten Umgebung ein und erträgst die Abwesenheit des Papas scheinbar stoisch. Herrjeh, wie hast Du Dich gestreckt, im letzten Jahr. Äußerlich, aber auch innerlich.
Wirst Du Dich an diese Phase in Deinem Leben erinnern, wenn Du das hier - vielleicht- später liest, mein lieber Sohn? Siehst Du ihn, den Fünfjährigen mit den mageren Schultern und dem runden Bäuchlein, der nun wieder sehr nah am Wasser gebaut hat, der gerade manchmal wütend auf seine kleine Schwester ist und noch seine liebe Not hat, sich zurecht zu finden, unter den alten Freunden und mit neuen Freunden? Ich hoffe, mein Liebling, ich bin Dir eine gute Unterstützung. Verzeih, wenn ich nicht immer so geduldig und verständnisvoll bin, wie ich es gerne wäre. Ich bin sehr stolz auf Dich. Welch ein Glück, dass es Dich gibt.
Hier war es so trubelig in letzter Zeit. Und so war auch Dein Geburtstag, oder soll ich sagen: Deine Geburtstage. Wir haben ein bisschen vorgefeiert, damit Dein Papa auch dabei sein konnte, und Dich und Deine Kindergartenfreunde am WE vor Deinem Geburtstag bespaßt. Mit dem Konzept "vorfeiern" haben wir Dich wohl ein bisschen überfordert, denn dass Du trotz Geburtstagsparty noch nicht wirklich fünf warst, war etwas, was Du partout nicht einsehen wolltest, Deine Kindergartenfreunde aber bestanden darauf. Das hat Dich ganz schön genervt und auch ein bisschen verwirrt. An Deinem eigentlichen Geburtstag hast Du dann im Kindergarten mit Kuchen gefeiert und nachmittags mit Deinen (ehemaligen) Pekipfreunden. Und mit einem tiefen Seufzer, kam dann aus Deinem Mund: Jetzt bin ich aber endlich fünf. In echt!
Ich hatte gar nicht richtig viel Zeit zu sinnieren, an diesen Tagen. Erst, als die ganze Aufregung sich gelegt hatte, der Papa wieder in Amerika war und der Abschiedsschmerz ein wenig gesackt, und als Deine kleine, wilde Schwester dank eines ausgefallenen Mittagsschlafs einmal ausnahmsweise abends früh im Bett war, hatte ich vor ein paar Tagen einmal Zeit, ganz in Ruhe mit Dir das Zubettbringen zu zelebrieren. Und als ich Dich so angeschaut habe, mein großer Junge, da zogen dann vor meinem inneren Auge die Bilder vorbei, vor denen man sich sonst am Geburtstag des Kindes nicht retten kann.
Du als winziges, gerade geborenes Baby. Wie Deine dunkelblauen Augen sich in meine bohrten und Dein Blick mir mitten ans Herz ging. An Deinem allerersten Geburtstag.
Wie Du die selbstgebastelte Krone mit der 1 drauf am nächsten Geburtstag partout auch keine halbe Sekunde aufsetzen wolltest. Die flaumigen hellen Haare, die oben auf dem Kopf so niedlich abstanden wie bei Max (oder Moritz?), Dein "Wipp", den ich immer mit Mittel- und Zeigefinger nachgezogen habe. Deine inzwischen hellblauen Kulleraugen.
Wie hellblond Du warst, in unserem Urlaub, als Du zwei wurdest, und Deine Schwester schon unterwegs war. Deine erste, ziemlich ausgeprägte Trotzphase, die pünktlich zum zweiten Geburtstag einzog und die einherging mit einem so niedlichen, engelhaften Aussehen (extrem süße Phase), dass man Dir Gott sei Dank niemals böse sein konnte.
Mit drei, stolz als frisch gebackenes Kindergartenkind. Auf einmal kein richtiges Kleinkind mehr. Auf einmal großer Bruder. Der beste große Bruder, den die Welt je gesehen hat.
Mit vier, am Küchentisch in New York - als wäre es gestern gewesen.
Und heute. Fünf Jahre. Ein Vorschulkind. Schon irgendwie noch ein kleiner Junge. Aber ein großer kleiner Junge. Wie kann man das in Worte fassen? Du findest Dich so tapfer in Deiner neuen alten Umgebung ein und erträgst die Abwesenheit des Papas scheinbar stoisch. Herrjeh, wie hast Du Dich gestreckt, im letzten Jahr. Äußerlich, aber auch innerlich.
Wirst Du Dich an diese Phase in Deinem Leben erinnern, wenn Du das hier - vielleicht- später liest, mein lieber Sohn? Siehst Du ihn, den Fünfjährigen mit den mageren Schultern und dem runden Bäuchlein, der nun wieder sehr nah am Wasser gebaut hat, der gerade manchmal wütend auf seine kleine Schwester ist und noch seine liebe Not hat, sich zurecht zu finden, unter den alten Freunden und mit neuen Freunden? Ich hoffe, mein Liebling, ich bin Dir eine gute Unterstützung. Verzeih, wenn ich nicht immer so geduldig und verständnisvoll bin, wie ich es gerne wäre. Ich bin sehr stolz auf Dich. Welch ein Glück, dass es Dich gibt.
Montag, 17. September 2012
Still ruht der See
Hier ist es still, sehr still. Das ist mir bewusst, aber in den vergangenen Wochen ist so viel passiert, war so viel zu tun, dass ich keine Zeit, und wenn Zeit, keine Energie für das Schreiben aufbringen konnte. Ich habe drei Wochen lang nicht ein einziges Foto geschossen. Ich hätte viel zu erzählen, aber einiges ist tatsächlich zu privat (ja, sowas gibt es auch bei mir) und anderes nicht (öffentlich) erzählenswert. Ich muss mich in vielerlei Hinsicht neu sortieren und so lagen meine Prioritäten in der letzten Zeit nicht auf dem Sichmitteilen. Je länger es still ist, desto schwieriger wird es natürlich auch, einen Neuanfang zu finden. Der eigentliche Zweck dieses Blogs, die Daheimgebliebenen auf dem Laufenden (vor allem über die Kids) zu halten, hat sich natürlich auch erstmal erledigt. Dennoch ist mir das Schreiben zu einer lieben Gewohnheit geworden, die ich eigentlich nicht dauerhaft missen möchte. Unser NY Abenteuer ist streng genommen auch noch nicht vorbei. Ein Teil unserer Familie weilt ja nun seit gestern wieder in unserem Häuschen in Brooklyn und auch der Rest wird in ein paar Monaten noch mal für ein paar Wochen dort sein. Deshalb mag ich auch im Moment kein neues Blog eröffnen, mit einem anderen Titel. Vielleicht mag ich das überhaupt niemals, vielleicht schreibe ich einfach stur hier weiter, denn NY ist ja nun einmal ein Teil unserer Geschichte, und wegen der Rückkehr nach NY habe ich mit dem Bloggen begonnen.
Kommt Zeit, kommt Rat. Jetzt bin ich gerade mal wieder in Eile und habe zu tun...
Kommt Zeit, kommt Rat. Jetzt bin ich gerade mal wieder in Eile und habe zu tun...
Sonntag, 26. August 2012
Zu Hause
Wir sind zu Hause und im wahnsinnigen Freizeitstress, aber alles ist prima. Das kleine Mädchen geht nach einer einstündigen (!) KiGa Eingewöhnung nun schon die ganze Woche wie ein Vollprofi und sehr vergnügt in den Kindergarten. Es hat ein "Große-Mädchen-Bett" bekommen und schläft auch voller Stolz darin. L. ist selig mit seinen neuen alten Freunden. Wir Großen haben die ganze Woche herumgewiggelt und organisiert - und doch nur die Hälfte von dem geschafft, was wir wollten. Nächste Woche wird sich sicher noch kein Alltagsgefühl einstellen, aber wir sind auf dem Weg... und haben die Kinder gestern guten Gewissens zu meinen Eltern verschifft, um eine Hochzeit von und mit alten Freunden zu feiern. Und das haben wir auch ausgiebigst getan. Nun sitze ich hier um neun Uhr morgens und kann nicht mehr schlafen und vermisse meine Kids, und das ist WIRKLICH verrückt...ich glaube, ich gehe doch noch mal ins Bett und versuche, eine Runde zu schlafen. Demnächst mehr in diesem Kino.
Donnerstag, 16. August 2012
Schotten- Shuttle
Eben auf dem KiGa Heimweg kam uns ein Mann im Schottenrock entgegen. L. rief nach 10 Metern ziemlich fassungslos, Mama, da war ein Junge im Rock. Ich entgegnete, das sei wohl ein Schotte gewesen, in Schottland würden Männer auch Röcke tragen. Daraufhin er - ziemlich entrüstet: " Nee, das war kein Shuttle, ein Shuttle ist eine Art Flugzeug!" Cultural Awareness? Vielleicht doch noch ausbaufähig.
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